Ich bin jetzt mehr oder weniger 1 1/2 Monate in den USA. Die Schule ist hier ganz anders: Jeder Schueler hat seinen eigenen Stundenplan und jeder Lehrer hat seinen eigenen Klassenraum, in dem er die Schueler empfaengt. Das traegt dazu bei, dass jeder Lehrer seinen Klassenraum individuell dekoriert. Mr. Lanier, ein vollbaertiger Hippie, der wie mir erzaehlt wurde fuer die Legalisierung von Cannabis kaempft, hat sein Klassenraum z.B. vollgestopft mit Postern, Photos, CD's, einer Stereoanlage ect. Mr Lanier unterrichtet Phorography und er mag es lieber, wenn wir ihn als "James" ansprechen. In seinem Klassenraum haben wir sogar einen eigenen Darkroom, um unsere Bilder zu entwickeln. Die Ausstattung ist insgesamt viel besser als in Deutschland. Ausserdem hat man auch eine groessere Auswahl an Kursen. Mein Lieblingslehrer ist Mr. Sanderson, mein spaeterer Lacrosse - Coach. Sein Klassenraum ist voll mit Lacrosse - Sticks und Helmen. Mr Sanderson hat wirklich Spass daran uns Biologie beizubringen, was ihn zu einem so guten Lehrer macht. Die Schule ist aber viel einfacher als in Deutschland. Jeder Test besteht ausschliesslich aus Multiple Choice!
American Football
American Football ist das, was für uns Fußball ist und vielleicht sogar ein bisschen mehr. Das Footballteam aus Eugene heißt Oregon Ducks. Das andere Team aus Oregon genauer gesagt aus Corvallis sind die Oregon State Beavers. Beide Teams sind College-Teams. Das heißt das jede Universität eine College-Mannschaft hat, einige Coleges sind besser, einige schlechter. Die Ducks gehören zu den 11 besten Mannschaften. Die Spieler werden auf der Highschool "entdeckt" und bekommen sogenannte "Scolarships" (Stipendium). Sie spielen also für die University Football, verdienen aber kein zusätzliches Geld und dürfen keine Werbung machen. Mir erschien es anfangs ein bisschen komisch, da die Ducks ein riesiges Stadium haben und die ganze Stadt "Ducks"-fanatisch ist.
Mein erstes Duckgame sah ich am 4. 9. Die Ducks spielten gegen die New Mexico Lobos. Im Footballstadium sind alle Altersklassen vertreten und alle sind mehr oder weniger gleich fanatisch.
Im Olympiastadium ist man ja gewohnt, das z.B. nur die Ostkurve Stimmung, macht die überwiegend mit jüngeren Leuten gefüllt ist. Hier, in Oregon tragen alle gelb zum Footballspiel und es wird nicht gesungen. Es wird nur, wenn das gegnerische Team in Ballbestitz ist so laut wie möglich gebrüllt, damit das Team ihren Quaterback nicht versteht. Außerdem hat jedes College-Footballteam eine Marching Band, die eigentlich jene vom jeweiligen College ist. (Auch die Highschool hat eine Marching Band, die bei Footballgames spielt. Die Marching Band steht in eine der Kurven und direkt daneben ist eine Kurve, in der alle Studenten stehen.
Football ist ein Gemeinschaftserlebnis, weswegen sich die Amis vor jedem Spiel auf den Parkplätzen des Stadions gemeinsam besaufen und wenn die Ducks mal auswärts spielen, dann trifft man sich, um gemeinsam das Spiel im Fernsehen zu gucken.
Mein erstes Duckgame sah ich am 4. 9. Die Ducks spielten gegen die New Mexico Lobos. Im Footballstadium sind alle Altersklassen vertreten und alle sind mehr oder weniger gleich fanatisch.
Im Olympiastadium ist man ja gewohnt, das z.B. nur die Ostkurve Stimmung, macht die überwiegend mit jüngeren Leuten gefüllt ist. Hier, in Oregon tragen alle gelb zum Footballspiel und es wird nicht gesungen. Es wird nur, wenn das gegnerische Team in Ballbestitz ist so laut wie möglich gebrüllt, damit das Team ihren Quaterback nicht versteht. Außerdem hat jedes College-Footballteam eine Marching Band, die eigentlich jene vom jeweiligen College ist. (Auch die Highschool hat eine Marching Band, die bei Footballgames spielt. Die Marching Band steht in eine der Kurven und direkt daneben ist eine Kurve, in der alle Studenten stehen.
Football ist ein Gemeinschaftserlebnis, weswegen sich die Amis vor jedem Spiel auf den Parkplätzen des Stadions gemeinsam besaufen und wenn die Ducks mal auswärts spielen, dann trifft man sich, um gemeinsam das Spiel im Fernsehen zu gucken.
Soccer-TryOut
Sport ist in den USA sehr wichtig und gute Sportler, die sogenannten Jocks, sind die "coolen" auf der Highschool. Das war jedoch nicht mein Grund fuer die Teilnahme am TryOut fuer Fussball. Es war vielmehr eine Gelegenheit fit zu bleiben und soziale Kontakte zu knuepfen. Um Sport zu machen musste ich (schon in Berlin) Unmengen an Formularen ausfüllen, die ich vorm ersten Training im Schulsekretariat abgeben musste. Außerdem muss man um Sport zu machen Gebühren zahlen, die ungefähr 200 Euro betragen. Die Dame im Schulbüro riet mir aber diese Gebühren erst zu bezahlen, wenn und falls ich es in das Soccerteam schaffte.
Das Training war härter als ich es von Hockey gewöhnt war. Wir hatten sogenannte Daily Doubles, zwei Trainingseinheiten am Tag. Morgens stand Konditionstraining und abends Fußball auf dem Plan. Von dem Training morgens kam ich regelmäßig fix und fertig zurück.
An diesem sogenannten TryOut konnte ich nur bis Donnerstag teilnehmen, da ich über das Wochenende eine sogenannte Outboundorientation mit allen Austauschschülern in Oregon hatte, die mit Rotary gekommen waren.
Fußballtechnisch gesehen war ich Durschschnitt, wobei ich sagen muss, dass einige der Teilnehmer echt gut waren, da diese schon so lange Fußball wie ich Hockey spielen.
Es gibt zwei Highschool-soccerteams: Varsity und JV. Das Varsity-Team ist das beste und das JV-Team das weniger gute. Meistens wird das Varsity-Team mit den älteren Jahrgängen und das JV-team mit den jüngeren Jahrgängen gefüllt. Ich gehöre zu den jüngeren Jahrgängen doch am Mittwochabend sagte mir der Trainer: "I'm sorry but there's no spot for you!".
Deborah meinte später sie hätte mit dem Coach geredet und dieser hätte gesagt, dass sie langfristig mit den Spielern planen möchten und ein Austauschschüler dadurch benachteiligt sei.
Die ganze Familie, die mir übrigens peinlicherweise einige Trainigseinheiten zugesehen hat, war sich einig, dass das der Grund sei warum ich nicht genommen wurde und als Cuck einigen Rotary-Mitgliedern davon erzählte, wollten diese mit dem Soccercoach reden, was ich glücklicherweise verhindern konnte!
Das Training war härter als ich es von Hockey gewöhnt war. Wir hatten sogenannte Daily Doubles, zwei Trainingseinheiten am Tag. Morgens stand Konditionstraining und abends Fußball auf dem Plan. Von dem Training morgens kam ich regelmäßig fix und fertig zurück.
An diesem sogenannten TryOut konnte ich nur bis Donnerstag teilnehmen, da ich über das Wochenende eine sogenannte Outboundorientation mit allen Austauschschülern in Oregon hatte, die mit Rotary gekommen waren.
Fußballtechnisch gesehen war ich Durschschnitt, wobei ich sagen muss, dass einige der Teilnehmer echt gut waren, da diese schon so lange Fußball wie ich Hockey spielen.
Es gibt zwei Highschool-soccerteams: Varsity und JV. Das Varsity-Team ist das beste und das JV-Team das weniger gute. Meistens wird das Varsity-Team mit den älteren Jahrgängen und das JV-team mit den jüngeren Jahrgängen gefüllt. Ich gehöre zu den jüngeren Jahrgängen doch am Mittwochabend sagte mir der Trainer: "I'm sorry but there's no spot for you!".
Deborah meinte später sie hätte mit dem Coach geredet und dieser hätte gesagt, dass sie langfristig mit den Spielern planen möchten und ein Austauschschüler dadurch benachteiligt sei.
Die ganze Familie, die mir übrigens peinlicherweise einige Trainigseinheiten zugesehen hat, war sich einig, dass das der Grund sei warum ich nicht genommen wurde und als Cuck einigen Rotary-Mitgliedern davon erzählte, wollten diese mit dem Soccercoach reden, was ich glücklicherweise verhindern konnte!
23.8. - The Mall
Heute fuhr Deborah mich und Charlie in ein Einkaufszentrum. Die Einkaufszentren sind hier genauso wie in Venezuela oder Suedafrika ein Treffpunkt oder Beschaeftigung fuer die Jugendlichen. Ich wollte aber vielmehr Fussballschuhe kaufen, um an dem sogenannten TryOut fuer das Highschool-Soccer-Team teilzunehmen, das so etwas wie eine Sichtung ist.
20.8. - The Fair
Heute ging ich mit Charlie zu einem Rummel, der an diesem Tag besonders voll war, da man mit einem Armband bis 17:00 fuer 20 Dollar alle "rides" fahren konnte. Die Schlangen waren dementsprechend lang und mir fiel auf, dass unglaublich viele Jugendliche auf dem Gelaende waren. Wir trafen auch einige Maedchen aus Charlies ehemaligen Klasse, die viel zu schnell sprachen, als dass ich alles verstehen koennte. Charlie ist dieses Jahr auf die Highschool gewechselt. Von der ersten bis zur 6. Klasse geht man in den USA auf eine elementary school, von der siebten bis zur achten Klasse auf eine middle school und von der neunten bis zur zwoelften Klasse auf die Highschool. Die Neuntklaessler heissen hier Freshmen, die Elftklaessler heissen Juniors und die zwoelftklaessler heissen Seniors. Ich bin also im kommenden Schuljahr ein Junioir auf der Highschool. Auf dem Rummel gab es Staende der US-Army, an dem man z.B., wenn man 20 push-ups schaffte ein T-Shirt bekam. Um 6 sahen Charlie und ich uns eine sehr gute Motorcross-show an bevor wir uns von Deborah abholen liessen. In den USA sind die Kinder und Jugendlichen vielmehr von ihren Eltern abhaenging. Das liegt daran, das allles viel weiter auseinander liegt als in Europa. Es gibt mehr Parkplaetze, die Haeuser sind viel mehr in die Breite als in die Hoehe gebaut und es gibt mehr Kreisverkehre ect.. Die Amis machen einfach alles mit dem Auto.
Als wir vor dem Rummel auf Deborah warteten sammelten irgendwelche Hippies Unterschriften fuer die Legalisierung von Marihuana.
Als wir vor dem Rummel auf Deborah warteten sammelten irgendwelche Hippies Unterschriften fuer die Legalisierung von Marihuana.
19.8. - Ankunft
Mein "grosses" Abenteuer begann am 19. August um etwa 6 Uhr morgens. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass ich mein Zimmer, unseren Garten und das Haus fuer ein Jahr nicht sehen wuerde.
Von Berlin nach Frankfurt flog ich mit Valentin Kieschke, einem anderen Austauschschueler. Waehrend des Fluges mussten wir die Rotary Blazer tragen, damit man uns auf unseren Zielflughaefen als Austauschschueler erkennen wuerde. Auf dem Flug nach Frankfurt sass neben uns ein Maedchen, dass durch das PPP, ein Jahr in den USA verbringen wuerde. Die Fluege wurden so gebucht, dass ich auch auf dem Flug von Frankfurt nach Seattle zusammen mit rotaryschen Austauschschuelern sass, die im Gegensatz zu mir nach Washigton State, Alaska oder Idaho gingen.
In Eugene wurde ich sehr freundlich mit einer Deutschlandfahne von meiner Gastfamilie begruesst. Ausser meiner Gastfamilie waren noch zwei andere Mitglieder des Rotary Clubs Eugene Delta anwesend. Es war nicht so leicht meine Gastfamilie zu verstehen, da alle durcheinander sprachen. Auf dem Weg zum Haus der Mundorffs fiel mir besonders auf, dass die Strassen sehr leer waren und mehr Autos als Fussgaenger unterwegs waren. Doch wenn man sich vorstellt, dass in ganz Oregon so viele Menschen wie in Berlin leben, ist das sicherlich kein Wunder. Gleich nach meiner Ankunft fuhren wir in einen Supermarkt, um etwas zu trinken zu kaufen. Ich fragte, ob es Apfelschorle in den USA gaebe und sie erklaerten mir, dass fertige Apfelschorle etwas besonderes ist und sie diese nur an Thanksgiving kaufen. Letzendlich kauften wir Apfelsaft, den ich mit "Club Soda" mixen kann.
Von Berlin nach Frankfurt flog ich mit Valentin Kieschke, einem anderen Austauschschueler. Waehrend des Fluges mussten wir die Rotary Blazer tragen, damit man uns auf unseren Zielflughaefen als Austauschschueler erkennen wuerde. Auf dem Flug nach Frankfurt sass neben uns ein Maedchen, dass durch das PPP, ein Jahr in den USA verbringen wuerde. Die Fluege wurden so gebucht, dass ich auch auf dem Flug von Frankfurt nach Seattle zusammen mit rotaryschen Austauschschuelern sass, die im Gegensatz zu mir nach Washigton State, Alaska oder Idaho gingen.
In Eugene wurde ich sehr freundlich mit einer Deutschlandfahne von meiner Gastfamilie begruesst. Ausser meiner Gastfamilie waren noch zwei andere Mitglieder des Rotary Clubs Eugene Delta anwesend. Es war nicht so leicht meine Gastfamilie zu verstehen, da alle durcheinander sprachen. Auf dem Weg zum Haus der Mundorffs fiel mir besonders auf, dass die Strassen sehr leer waren und mehr Autos als Fussgaenger unterwegs waren. Doch wenn man sich vorstellt, dass in ganz Oregon so viele Menschen wie in Berlin leben, ist das sicherlich kein Wunder. Gleich nach meiner Ankunft fuhren wir in einen Supermarkt, um etwas zu trinken zu kaufen. Ich fragte, ob es Apfelschorle in den USA gaebe und sie erklaerten mir, dass fertige Apfelschorle etwas besonderes ist und sie diese nur an Thanksgiving kaufen. Letzendlich kauften wir Apfelsaft, den ich mit "Club Soda" mixen kann.
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